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Infostelle Klanec (Gemeinde Hrpelje – Kozina)
Infostelle Klanec (Gemeinde Hrpelje – Kozina)
Allgemeine Informationen
Das Dorf Klanec pri Kozina befindet sich im nordöstlichen Teil von Istrien, im Tal unterhalb von Kozina und dem Slavnik auf einer Höhe von 412 m ü. d. M. Das Dorf erstreckt sich in zwei Ästen am Fuße des Hügels mit der St. Peterskirche (sv. Peter), vor der zwei gewaltige Linden stehen. In der Nähe des Dorfes befinden sich zwei Quellen vom Bach Glinščica.
Die Infostelle vom 2. Gleis befindet sich direkt im Dorf Klanec.
Sie ist als Ausstellung konzipiert, die im Wärterhaus der ehemaligen Wasserpumpe für die Dampflokomotive untergebracht ist, das nach dem Bau der Bahnlinien Divača-Pula (1876) und Hrpelje-Kozina-Trst (1887) gebaut wurde. Die oben erwähnte Wasserpumpe war bis 1970 für den Bedarf der Eisenbahn in Betrieb und diente anschließend bis 1980 für die Zwecke des Unternehmens Ina. Sie besaß zwei externe Wasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 6000 und 4500 Kubikmetern Wasser. Beide Wasserspeicher wurden von dem etwas höher gelegenen Bach Glinščica gespeist. Die Pumpstation hatte auch die Funktion der Wasserbefüllung und -bereitung in den etwas höher gelegenen Filter-Wasserspeichern. Aus diesen Wasserspeichern wurden mit Hilfe der Dampfpumpe (Hochdruckpumpe) das Wasser durch die 1369 m lange Rohrleitung in die 90 m höher liegenden Wasserspeicher entlang der Bahnstation in Kozina befördert. Die alte Wasserpumpe wurde auf der Grundlage des Abkommens über die Gewährleistung von Ausgleichsmaßnahmen auf der Trasse vom 2. Gleis der Bahnlinie im Abschnitt Divača-Koper erneuert.
Die Infostelle Klanec wurde als Ausstellung in Form einer interaktiven Projektpräsentation vom 2. Gleis eingerichtet. Bei der Ausstellung erfahren Sie allgemeine Daten über den Bau der Bahnlinie, Sie lernen die geologische Bodenzusammensetzung auf der Trasse vom 2. Gleis kennen und spielen auf einem Kalkstein-Instrument. Außerdem lauschen Sie den Geräuschen auf der Baustelle und lernen die archäologischen Funde auf der Trasse kennen.
An der Infostelle erhalten Sie noch ergänzende Informationen über die Inhalte aus dem nachfolgenden Wörterbuch mit den Begriffen in Zusammenhang mit dem Bau vom 2. Gleis und die Geologie.
Der Bau vom 2. Gleis Wörterbuch
Die Bauarbeiten unter der Erde
Das 2. Gleis folgt dem globalen Trend „going underground“. Der Fortschritt im Wissen, in der Technologie und in den Baustoffen beim Bau der unterirdischen Infrastruktur ermöglicht einen schnelleren und preisgünstigen Tunnelbau als in der Vergangenheit, weshalb heutzutage immer mehr Verkehrsstraßen unterirdisch gebaut werden. Das Ergebnis sind kürzere Verkehrswege und geringere Auswirkungen auf die Umgebung.
Kalotte
Der Ausbruch des Tunnels beim Projekt vom 2. Gleis ist in mehrere Phasen aufgeteilt – die Kalotte (der obere Teil des Tunnels) und die Strosse mit dem Sohlengewölbe. Die Kalotte ist der obere Teil des Tunnelrohrs und Strosse ist der untere Teil.
Mechanisierung
Für den Aushub und die Unterstützung der Tunnels werden verschiedene Bau- und Tunnelmaschinen eingesetzt: Maschinen für die Tunnelbohrung; Tunnelbagger, Roboter für die Nassmontage des gespritzten Betons, Verlader, Arbeitsmaschinen – Vorderkipper, Hebebühnen.
Zusätzlich zur Grundmechanisierung werden für den Tunnelbau noch kleinere Tunnelbagger, Lkw-Kipper, automatische Mischer, Aggregate, Kompressoren, Lüftungssysteme zum präzisen Bohren von langen horizontalen Bohrlöchern verwendet.
Monitoring
Beobachtung des Zustands der Tier- und Pflanzenwelt während der Bauarbeiten am 2. Gleis. Dies ist die Verpflichtung der Gesellschaft 2TDK in Bezug auf den Schutz und die Erhaltung der Natur.
Portal
Der Beginn bzw. das Ende des Tunnels beim Übergang auf die offene Trasse. Im breiteren Sinne des Wortes ist der Portalbereich der Teil der offenen Trasse vor dem Tunnel, wo sich die Objekte, die Ausstattung und die Geräte, die für eine reibungslose und sichere Nutzung des Tunnels erforderlich sind, befinden.
Technische Beobachtung
Während der Bauarbeiten an der Bahnlinie 2. Gleis wird ein umfassendes technisches Monitoring durchgeführt, das die geologischen und karstkundliche Beobachtungen, die geodätischen und geotechnischen Messungen sowie verschiedene geophysikalische Untersuchungen umfasst. Auf diese Weise werden die wirtschaftliche Effizienz, die Optimierung der Aushubarbeiten sowie der unterstützenden Maßnahmen, die Ausdauer sowie die Sicherheit während der Bauarbeiten und später während des Betriebs der Bahnlinie gewährleistet.
Geologie Wörterbuch
Flysch
Die durch die Erosion von älteren Gesteinen entstandenen Sedimente werden von den Flüssen ins Meer gespült. Von Zeit zu Zeit rutschen solche Sande und Tone, wenn sie noch nicht lithifiziert (versteinert) sind, in Form eines unterseeischen Erdrutsches vom Rand der Carbonat-Plattform über den Kontinentalhang ins Ozeanbecken. Die unterseeischen Erdrutsche erzeugen dichte Unterwasserströmungen mit vielen Sedimentablagerungen. Wenn die Trübeströme (Suspensionsströme) in die tieferen Bereiche des Meeres rutschen, verlieren sie an Geschwindigkeit, wobei die Sedimentteilchen langsam von ihnen abfallen. Die vom Turbiditstrom erzeugten unterseeischen Sedimente werden Turbidite genannt. Das Flysch besteht vor allem aus Turbiditen, die aus dünnen Schichten bestehen.
Carbonatplattform oder Schelf
Das ist der seichte Meeresbereich zwischen dem Küstenstreifen und dem Ozeanbecken, auf dem die Carbonat-Sedimente abgelagert werden. Die Carbonat-Plattform kann entweder flach und eben sein (Carbonat-Rampe), die Organismen können aber auch an deren Außenrand auch ein Riff bauen. Zwischen einem Riff und der Küste entsteht eine Lagune. Der äußere Teil des Schelfs fällt steil zum tiefen Ozeanboden ab. Manchmal sind die Carbonat-Plattformen sehr groß. Beispiele aus der heutigen Zeit sind die Bahamas in der Bucht von Mexiko oder das große Korallenriff vor Australien.
Mergel
Das Sedimentgestein besteht aus tonhaltigen Teilchen (Teilchengröße < 0,002 mm) mit Carbonat-Zement.
Foraminiferen oder Kammerlinge
Eine Gruppe von großen einzelligen Organismen mit Kalzitgehäusen in sehr unterschiedlichen Größen. Die großen benthischen Foraminiferen lebten auf dem Meeresboden und die mikroskopisch kleinen als Plankton lebenden Arten schwebten im Wasser. Einige Foraminiferen erinnern an antike Münzen, weshalb die Geologen sie als Nummuliten (aus dem lateinischen Wort nummus = Münze) bezeichneten. Die anderen, die sog. Aveolinen, hatten eine ganz besondere Struktur mit zahlreichen Kammern, die unter der Lupe betrachtet wie kleine, runde Löcher aussehen. In einigen Schichten haben sich die Foraminiferen in großer Anzahl angesammelt.